Dr.
Friedrich Dussik

Hochfrequenzphysiker

* 1910    † 1988

 

Zum Leben

Zusammen mit seinem Bruder, dem Psychiater und Neurologen Dr.med. Karl Theodor Dussik (*9. Januar 1908 in Wien; †19. März 1968 in Lexington, Massachusetts) forschte er ab 1937 an der Ultraschalldiagnostik.

Karl Dussik war der erste Arzt, der Ultraschall als Werkzeug zur Diagnostik eingesetzt hat, wobei für die technischen Einrichtungen sein Bruder Fritz maßgeblich verantwortlich war.
Nachdem die erste bildgebende Ultraschall-Absorptionsmessung an einem Gehirnschnitt von K.T. Dussik publiziert worden war, hatte er in den Jahren 1946-1951 mit seinem Bruder Fritz Dussik ein Gerät entwickelt, mit dem an insgesamt 10-15 Patienten Bilder von Durchschallungen des Kopfes gemacht werden konnten. Die Entdecker nannten das 1947 erstmals publizierte Verfahren „Hyperphonogrphie“. ( Quelle: Ultraschall Klein Prax (1992) 7: 299-305, K.Eckel)

Mit dieser neuen Technologie konnten die beiden als erste die Ventrikel des Hirns darstellen. Seit 1938 arbeitete er in Bad Ischl (Salzkammergut) in der neurologischen Abteilung einer Klinik (Privatkrankenhaus „Salzkammergut“ im ehemaligen Hotel Bauer) und untersuchte weiterhin die Ultraschallverfahren. Bei der Hyperphonographie wurde Ultraschall in einem Wasserbad durch den Kopf des Patienten gesendet und auf der anderen Seite empfangen. Dussik schrieb dazu 1949: „Die Hyperphonographie erscheint als neuer, aussichtsreicher Weg, der allerdings allein für sich weder bestehen kann noch soll. Er wird vielmehr als neuer Baustein in das Gebäude der Hirndiagnostik eingegliedert werden ...“

Diese für die damalige Zeit neue medizinische Methode publizierte er 1942 unter dem Titel: „Über die Möglichkeit, hochfrequente mechanische Schwingungen als diagnostisches Hilfsmittel zu verwerten“ und ist damit über die Grenzen Österreichs international bekannt geworden.
Der Mediziner Kurt Eckel kam mit Kriegsende durch die Lazarettverlegungen nach Bad Ischl und war ebenfalls, gerade in Ausbildung zum Facharzt für Neurologie und Psychiatrie, im damaligen Privatkrankenhaus Bauer (Privatkrankenhaus Salzkammergut) medizinisch tätig. Auf Grund seiner bereits wissenschaftlichen Erfahrungen und Forschungstätigkeiten arbeitete er unter Leitung von Karl Theo Dussik und dessen Bruder Friedrich Dussik bei den ersten Versuchen der Ultraschalldiagnostik (Hyperphonographie) mit.

Zitat aus Austria, 1948, Heft 4 „… die Arbeiten auf dem Gebiete der medizinischen Ultraschallforschung werden in Österreich bisher von der Wissenschaftlichen Vereinigung „Ultraschall“ in Bad Ischl geleistet und es ist zu hoffen, dass auch andere medizinische Institute sich dieser Arbeit annehmen werden...“

Das Grab am Ischler Friedhof

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